Ab Juni beginnt die Bürgerbeteiligung zum Ausbau der Erftbahn

Ab Juni haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Anregungen zum Ausbau der Regionalbahn 38 (Erftbahn) direkt in den Planungsprozess einzubringen. Auf der Akteurskonferenz in Bergheim im vergangenen November wurden die ersten Planungen für den Ausbau der Erftbahn zu einer vollwertigen S-Bahn-Linie vorgestellt. Dort bekräftigten die Projektpartner , dass die Öffentlichkeit möglichst frühzeitig an den Planungen des Ausbaus beteiligt wird.

Analog zum Ausbau der S 11 wird ab Juni ein Online-Dialog auf dieser Webseite angeboten. Darüber hinaus finden im Juli jeweils eine Bürgermesse in Bedburg und in Bergheim statt. Dort haben Bürgerinnen und Bürger die Chance, ihre Fragen und Anregungen direkt an die Projektpartner zu richten und sich aus erster Hand über das geplante Ausbauprojekt RB 38 zu informieren. Aussteller und Ansprechpartner sind unter anderem der Nahverkehr Rheinland (NVR), DB Netz und angrenzende Gemeinden. Nach Beendigung der Bürgerbeteiligung werden die Eingaben der Bürgerinnen und Bürger von Planungsexperten auf ihre Machbarkeit geprüft und so weit wie möglich in die weitere Planung übernommen.

S-Bahnen alle 20 Minuten direkt nach Köln

Der Anschluss der Erftbahn an das Kölner S-Bahn-Netz ist ein wichtiger Schritt, um ein leistungsstarkes S-Bahn-Netz zu schaffen, das die Region mit Köln verknüpft. Zentrale Maßnahmen bei der Erftbahn sind die Elektrifizierung und der teilweise Ausbau der Strecke, um Geschwindigkeit und Takt der Züge erhöhen zu können.

Nach dem Ausbau sollen die S-Bahnen zwischen Bedburg, Bergheim und Köln alle 20 Minuten verkehren, statt wie heute im Halbstundentakt. Alle S-Bahnen werden direkt nach Köln fahren, der Umstieg in Horrem entfällt. Damit werden künftig mehr Haltestellen angefahren. Die Fahrzeit wird sich dadurch aber nicht verlängern, weil durch den geplanten Streckenausbau die Höchstgeschwindigkeit von derzeit 60 bis auf 100 Kilometer pro Stunde steigen soll. Die Stationen Bedburg, Glesch, Paffendorf, Zieverich und Bergheim werden erneuert und auf eine Länge von 150 Metern ausgebaut. Der zukünftig stufenlose Einstieg sowie Orientierungshilfen für sehbehinderte Menschen werden das Reisen für Fahrgäste mit Mobilitätseinschränkungen erleichtern.